Höhensiedlung Altenburg

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    Während den ersten Ausgrabungen dieser bedeutenden vorgeschichtlichen Ringwallanlage von 1905 bis 1913 gelang es den Forschern, eine Holztür zu bergen, deren Entstehung mit Hilfe des noch vollständig erhaltenen Türblattes auf 101 v.Chr. datiert werden konnte. Aber vor allem die elf gezimmerten 5x7 m großen Holzbecken, deren Fälldatum auf 193 v.Chr. ermittelt wurde, gelten als spektakuläre Befunde. Bis auf die Holzbecken, die immer noch auf der Altenburg zu finden sind, können Besucher des Hessischen Landesmuseums in Kassel die Originaltür, Fibeln, Zielscheiben eines Pferdegeschirrs und vollständige Kesselgehänge besichtigen. Der Fund des letzteren ist besonders ungewöhnlich, da sogar mehrere vollständig erhalten geborgen werden konnte. 

    Begehung der Altenburg

    Ende des Dornröschenschlafs

    Nachdem die archäologischen Untersuchungen erstmal bis Anfang der 90er Jahre stagnierten, begannen das Vorgeschichtliche Seminar des Philipps-Universität Marburg und die Kommission für Archäologische Landesforschung in Hessen e.V. (KAL) jüngst mit erneuten Prospektionen des Altenburgplateaus. Durch die in den letzten Jahren in der Archäologie häufig genutzte Methode LiDAR-Prospektion, bei der man digital die bloße Geländeoberfläche untersuchen kann, kamen die Forscher zu einem sensationellen Ergebnis: Die Gesamtanlage umringten nicht nur zusätzliche Befestigungsanlagen, sondern ihre absolute Fläche beträgt anstatt den vorher geschätzten 15 ha sogar 150 ha.

    ForschungsAusblick

    Wie aber die Besiedlung des inneren Bereiches der Altenburg genau aussah, bleibt noch ein spannender zu erforschender Teil der geplanten Ausgrabungen der Philipps-Universität Marburg im Sommer 2018 unseres Berges unter dem Dornköpfchen.

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