Durch Ehrenamt ein Starker & Verlässlicher Partner

Alter Treffpunkt - Neuer Anstrich: Treffpunkt Gefrieranlage


Ideenwoche wurde ausgewertet, erste Angebote werden umgesetzt

Seit vielen Jahren steht die Gefrieranlage neben der Ev. Kirche in Niedenstein leer und wird nur noch als Lager genutzt. Dies soll sich nun ändern.

Die Stadt Niedenstein wurde mit der „Revitalisierung der Gefrieranlage“ als eines von vier Projekten bei dem Modellvorhaben „Alter Treffpunkt – Neuer Anstrich. Starthilfe für kreative Köpfe“ von der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ und der Hessischen Staatskanzlei ausgewählt.

Im Rahmen einer Ideenwoche vom 28. März bis 01. April waren alle Niedensteinerinnen und Niedensteiner herzlich eingeladen, ihre Vorschläge und Anregungen für das Nutzungskonzept unter dem Motto „Kund, Kultur & Genuss – Deine Idee für die Gefrieranlage“ einzubringen.

Über ein digitales Padlet, E-Mail und Pinnwände vor Ort wurde eine Vielzahl an Ideen zusammengetragen. Diese wurde nun ausgewertet.

Das Thema Genuss erfreute sich dabei besonderer Beliebtheit. Der Wunsch nach einem kleinen Café als Ort der Begegnung ist spürbar groß. Ergänzend dazu wurden häufig ein kleiner Hofladen, eine Eisdiele oder punktuelle Aktionen wie ein Feierabendmarkt oder gemeinsame Kochabende genannt.

Zum Thema Kultur kamen Vorschläge wie Flohmarkt, Gartennetzwerk oder eine Anlaufstelle für Wandernde und Fahrradfahrende.

Und auch das Thema Kunst wurde mit Anregungen wie Lesungen, Konzerten und Ausstellungen gefüllt. Die Gesamtübersicht der Ergebnisse ist auf unserer Internetseite zu finden.


Erste Angebote werden umgesetzt

Die vorhandenen Ideen und daran anknüpfend auch das Gebäude der ehemaligen Gefrieranlage gilt es in einem weiteren Schritt mit Leben zu füllen. Ziel ist es, die verschiedenen Punkte in einem Gesamtkonzept zusammenzuführen und gemeinsame Projekte sowie Veranstaltungen zu planen.

Wer sich an der Umsetzung der Ideen und kommenden Projekte beteiligen möchte, kann sich auch gerne per E-Mail unter gemeinwesen@niedenstein.de melden.

Am Donnerstag, der 28. Juli 2022 zwischen 17:00 und 19:00 Uhr findet der erste kreative Kaffeeklatsch im Treffpunkt Gefrieranlage statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit dem Projektteam die Umsetzung der Ideen zu besprechen.

Hintergrund zum Modellvorhaben „Alter Treffpunkt – Neuer Anstrich. Starthilfe für kreative Köpfe“:

Bei „Alter Treffpunkt – Neuer Anstrich“ geht es darum, eine Belebung von Orten des Zusammentreffens in ländlichen Räumen zu erwirken.

Der Erprobung neuer Ansätze zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes in den ländlichen Räumen dient das Projekt der Hessischen Staatskanzlei, welches mit der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ entwickelt wurde. Anders als bei traditionellen Förderprogrammen erhalten die Fördernehmer in diesem Fall jedoch keine Fördergelder, sondern Beratung und Coaching mit dem Ziel, Zugang zu Informationen, Kontakten und Netzwerken zu verschaffen und bei der Entwicklung von Ideen und der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bereits in der Phase Null zu unterstützen. Hierzu finanziert die Staatskanzlei jeder Initiative einen Coach/Berater. Diese Tandems arbeiten weitgehend selbständig, werden aber von einem Team aus Staatskanzlei und Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ intensiv begleitet.

In einer ersten Staffel wurden aus über 40 Bewerbungen vier Initiativen ausgewählt, die neue Nutzungskonzepte für bestehende Gebäude erarbeiten wollen: Burghaun-Langenschwarz (Dorfgemeinschaftshaus), Mücke-Ilsdorf (Dorfgemeinschaftshaus), Münzenberg-Gambach (Kulturcafé) und Niedenstein (ehemalige Gefrieranlage).

Ziel des Modellvorhabens ist es, neue Ansätze der niedrigschwelligen Förderung und Unterstützung von Initiativen zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes zu entwickeln. Der Bedarf an Information und Austausch wird aufgenommen, der Ansatz soll möglichst unbürokratisch sein und den Initiativen mehr Gestaltungsspielraum bei der Ausgestaltung ihrer Ideen lassen. Die erfreulich hohe Zahl an Bewerbungen trotz Pandemiezeiten, die Rückmeldungen der externen Jurymitglieder sowie der von der Staatskanzlei engagierten Berater zeigen, dass dieser neue Förderansatz einen tatsächlichen Bedarf deckt.