Hessenturm Niedenstein

"Nous sommes Partenaires    Wir sind Partner"

Andrea Fink-Beller, Vorsitzende d.Partnerschaftsvereins
St. Germer de Fly - niedenstein

Wir sind Partner - Nous sommes partenaires!

Im September 1977 wurde die Städtepartnerschaft zwischen der Stadt Niedenstein und der französischen Gemeinde Saint-Germer-de-Fly offiziell besiegelt. Somit besteht unsere Städtepartnerschaft mehr als 40 Jahren und ist eine der ältesten Partnerschaften im Schwalm-Eder-Kreis. In dieser langen Zeit haben sich viele enge Freundschaften zwischen den Bürgerinnen und Bürgern der beiden Partnerkommunen entwickelt.

Saint-Germer-de-Fly, eine Gemeinde mit ca. 1.800 Einwohnern, liegt etwa 80 km nordwestlich von Paris, in der Region Picardie. Ebenso wie Niedenstein ist Saint-Germer-de-Fly ein Ort im Grünen: Weidelandschaft, Hecken und Apfelbäume zur Cidre-Herstellung prägen das Bild der Natur. Doch das Wahrzeichen von Saint-Germer-de-Fly ist die mächtige Abteikirche aus dem 12. Jahrhundert.

Zum 40. Jubiläum der Städtpartnerschaft wurde eine Urkunde unterzeichnet
anfahrt St. Germer
Tourismusbüro
11 Place de Verdun
60850 Saint-Germer-de-Fly
St Germer de Fly Standort.png


St. Germer de Fly.jpg
Partnerschaftstreffen
Die Kathedrale von St. Germer de Fly

Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, organisieren der Partnerschaftsverein Niedenstein e.V. und das Comité de Jumelage de Saint-Germer-de-Fly Begegnungen zwischen den Einwohnern beider Kommunen. Die Teilnehmer werden in Gastfamilien untergebracht und lernen neben dem französischen „Savoir-Vivre“ und der deutschen „Gemütlichkeit“ auch die kulturellen und landschaftlichen Schönheiten des Gastlandes kennen.

Jeder Niedensteiner Bürger ist herzlich willkommen, an einem Partnerschaftstreffen teilzunehmen und Saint-Germer-de-Fly kennenzulernen. Kenntnisse der französischen Sprache sind von Vorteil aber nicht notwendig, denn mit gutem Willen, Offenheit und Improvisation lassen sich Sprachbarrieren leicht überwinden.

Kontakt
1. Vorsitzende des Partnerschaftsvereins
Andrea Fink-Beller
Treffen in Niedenstein
Französischer Abend

Zuhause ist da, wo deine Freunde sind

Partnerschaftstreffen Niedenstein vom 30.5.-02.6.2019

Am Freitagmorgen waren die Besucher aus Frankreich zusammen mit einigen ihrer deutschen Gastgeber nach Thüringen aufgebrochen. Bereits die Anfahrt war ein Erlebnis: Mit dem Bus fuhr man gen Osten bis nach Bad Tabarz. Dort warteten zwei historische Waggons der Thüringerwaldbahn auf die Besucher. Mitten durch den Thüringen Wald ging es dann mit der Überlandstraßenbahn bis nach Gotha.

 Nach einer geführten Besichtigung der Altstadt genoss man ein ausgiebiges Picknick. Frisch gestärkt, machte man sich auf, das weithin sichtbare Schloss Friedenstein zu erkunden. Der größte Schlossbau Deutschlands aus dem 17. Jahrhundert beherbergt heute eine Vielzahl von Museen und Kunstsammlungen. Bei der Besichtigung der ehemaligen herzoglichen Wohn- und Repräsentationsräume durften die obligatorischen grauen Filzpantoffeln zum Schutz des edlen Parketts nicht fehlen.

 Zum Abschluss bekamen die Besucher noch Einblick in die noch heute manuell betriebene Bühnentechnik des barocken Ekhof-Theaters, welches als ältestes vollständig erhaltenes Schlosstheater der Welt gilt. Zurück in Niedenstein, hatte man den Daheimgebliebenen viel zu erzählen.

 Bereits einen Tag zuvor waren die Gäste aus der nordfranzösischen Gemeinde St. Germer de Fly nach Deutschland angereist um ihre Freunde in der Partnerstadt Niedenstein zu besuchen. Nach anstrengender Nachtfahrt hatten viele von ihnen das Bedürfnis, sich nach dem Frühstück erst einmal ein wenig auszuruhen. Der gesamte Tag stand zur freien Verfügung. Viele nutzten aber auch das Angebot, beim gemeinsamen Grillen und einer Runde Boule mit alten Freunden zu plaudern und neue Teilnehmer kennenzulernen.

 Der Samstag begann mit einer Führung durch das Schwälmer Dorfmuseum in Holzburg. Sehr engagiert wurden die Gäste aus Frankreich über die Geschichte und Tradition der Schwälmer Trachten aufgeklärt und erfuhren, wie die Menschen in der Region gelebt und gearbeitet haben. Beim anschließenden Stadtbummel durch die historische Altstadt in Alsfeld rund um den Marktplatz konnte man das beeindruckende Fachwerk-Rathaus bestaunen und bei einer Tasse Kaffee die Sonne genießen.

 Beste Stimmung herrschte beim abschließenden deutsch-französischen Abend: Spätestens, als Anheizer Carsten das „Hulapalu“ anstimmte, hielt es keinen mehr auf seinem Stuhl. Bis tief in die Nacht wurde gefeiert.

Trotzdem waren alle am nächsten Morgen pünktlich zur Verabschiedung und Abfahrt bereit und wurden mit vielen Küsschen und einem letzten „Hodi odi ohh di ho di eh“ auf die Heimreise geschickt.

Treffen in St.-Germer
Destillerie

Unterwegs auf der Route du Cidre

Apfelbäume soweit das Auge reicht. Etwa 10 Millionen davon stehen in den Obstgärten der Normandie. Bei der Fahrt des Partnerschaftsvereins Niedenstein durch das Pays d‘Auge im Herbst leuchteten den Teilnehmern die reifen Früchte überall entgegen. Die meisten von ihnen werden zu Cidre und Calvados verarbeitet. 

Der Besuch einer Calvados-Destillerie in Pont-l‘Évêque gehörte zu den Höhepunkten des diesjährigen Treffens einer Delegation aus Niedenstein mit den Freunden in der nordfranzösischen Partnerstadt St. Germer de Fly. Beim deutsch-französischen Abend am Ankunftstag gab es darauf bereits einen kleinen Vorgeschmack: Mit Äpfeln dekorierte Tische, Calvados zum Aperitif und ein mit Calvados übergossenes Apfelsorbet, ein „trou normand“ (Normannenloch), als Zwischengang, stimmte auf den Ausflug in die Normandie ein.

Dieser musste aber noch einen Tag warten, denn der Sonntag stand zur freien Verfügung mit den Gastfamilien und wurde dementsprechend individuell gestaltet: Ein Besuch bei Freunden, die Besichtigung von Burgen und anderer Sehenswürdigkeiten in der Umgebung oder ein Ausflug ans Meer - alles war möglich. Am Montag besuchten die Reisenden schließlich das normannische Landgut aus dem 17.Jahrhundert der Familie Drouin. Bei einer Führung über das Anwesen bekam man Einblick in die Herstellung von Calvados, Pommeau und Cidre. Seit 3 Generationen werden dort die Äpfel aus der Region gekeltert, vergoren und destilliert.

Farbenfrohe Sonnenschirme, strahlend blauer Himmel und ein nicht enden wollender feinsandiger Strand erwartete die nordhessischen Besucher im mondänen Seebad Deauville und luden zu einem ausgedehnten Spaziergang an der Côte Fleurie der (Blumenküste) ein. Zurück über die „Planches“, einer Promenade mit einem über 600 m langen Holzsteg, vorbei an den zahlreichen Badekabinen, welche die Namen berühmter amerikanischer Schauspieler tragen, die schon einmal Gäste der Stadt waren, genoss man die Nachmittagssonne. Zurück in St. Germer de Fly gab es beim Abendessen in den Gastfamilien viel zu erzählen. Ein straffes Programm erwartete die Teilnehmer am Dienstag.

Die Abteikirche von St. Germer, längere Zeit wegen Renovierung geschlossen, war wieder zugänglich. Bei einer Führung durch die mittelalterliche Benediktinerabtei wurde den Besuchern die lange wechselvolle Geschichte des Bauwerks mit seinen vielen architektonischen Besonderheiten nähergebracht. Durch einen mit der Abteikirche verbundenen schmalen Durchgang gelangte man dann zur Sainte-Chapelle (Heilige Kapelle), die ihren Namen den vielen Ähnlichkeiten mit der Sainte-Chapelle in Paris verdankt.

Weiter ging es zur Ziegelei von St. Germer de Fly: Ausgestattet mit Helm, Schutzbrille, Sicherheitsschuhen und Ohrstöpseln wurden beim Gang durch den Betrieb anschaulich die einzelnen Produktionsschritte erklärt und man erfuhr, wie aus einer kneteartigen Masse hochwertige Dachziegeln werden. Auch die Schokoladenmanufaktur in Beauvais war Teil des Programmes. Nach einem aufschlussreichen Informationsfilm wurden anschließend Leckereien zur Verköstigung angeboten.

Trotz des zusätzlichen Tages war die Zeit wie im Fluge vergangen. Nach einem gemeinsamen Frühstück am Mittwoch endete der Besuch in Frankreich. Der Abschied fiel wieder einmal schwer. Der nächste Gegenbesuch findet Himmelfahrt 2019 statt.

Europa für alle
Gruppenfoto im EU-Parlament.jpg

Ein Besuch in Brüssel

Einer Einladung des EU-Abgeordneten Michael Gahler folgend, die er während seiner Teilnahme an einem deutsch-französischen Partnerschaftstreffen in Niedenstein ausgesprochen hatte, war vom Partnerschaftsverein ein Besuch des Europäischen Parlaments in Brüssel organisiert worden, an dem auch Teilnehmer aus der französischen Partnergemeinde St. Germer de Fly zu Gegend waren.

Ein Freundschaftstreffen im Sinne der EU

In der hessischen Landesvertretung in Brüssel erhielten die Besucher Informationen zur Arbeit und Aufgabe der Vertretung des Landes Hessen bei der EU. Nach kurzem Fußweg trafen wir schließlich im Europäischen Parlament ein, wo Michael Gahler, MdEP, die deutsch-französische Gruppe empfing und herzlich begrüßte.

Auf der Besuchertribüne des Sitzungssaals des Parlaments erklärte er die Sitzordnung und beantwortete alle Fragen.
Es folgte ein offizielles Gruppenfoto, bevor dann eine französische Kollegin von Herrn Gahler eintraf: die aus dem Elsass stammende EU-Abgeordnete Anne Sander. Gemeinsam diskutierte man bilingual über die Funktion und Aufgaben der EU sowie die aktuellen Probleme innerhalb Europas.

Der Partnerschaftsverein unternahm darüber hinaus weitere Ausflüge durch Brüssel und Gent und lernte gemeinsam mit den französischen Freunden die europäische Nachbarschaft näher kennen.

Internationales Cafe (25).jpg
Französisch Für Anfänger
Französische Freundschaft Niedenstein - St. Germer de Fly

Aktionen des Partnerschaftsverein

Ob Französisch-Kurs oder Cidre-Abend, Spaß beim Bouleturnier oder französische Filmvorführung. Der Partnerschaftsverein zeichnet sich durch eine Vielzahl an geselliger Aktionen aus, die öffentlich und für Jedermann organisiert werden.

Auf der Seite des Partnerschaftsvereins oder in unserem Veranstaltungskalender finden Sie Hinweise auf die Aktionen des Vereins

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