"Gemeinsam für ein Attraktives Niedenstein"

Bürgermeister Frank Grunewald

Schützt unsere Waldameisen


Waldameisen stehen seit 200 Jahren unter Naturschutz, trotzdem ist die Situation der Tiere nach wie vor angespannt.

Laut dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 44 BnatSchG) vom 29. Juli 2009 sind Waldameisen besonders schützenswert. Sie und ihre Entwicklungsformen dürfen nicht der Natur entnommen oder gar getötet werden. Jeder Eingriff in die Neststruktur ist strengstens untersagt. Dazu gehört auch das Ablegen von Futtermitteln auf den Ameisenhaufen. Diese vermeintliche Tierliebe trägt zur Beschädigung der Ameisennester bei, da die abgelegten Futterreste schimmeln und mit Bakterien überzogen werden, die dann in den Bau eindringen können.

Leider musste auf mehreren Hügeln im „Goddelbusch“ in der letzten Woche eine Ausbringung von noch nicht definiertem Streumittel und somit ein Verstoß gegen das genannte Gesetz festgestellt werden. Dieser Vorfall wird derzeit von der Unteren Naturschutzbehörde strafrechtlich verfolgt.

Waldameisen sind wertvolle Helfer im Ökosystem Wald!

Sobald die Temperaturen steigen summt und schwirrt es im Wald. Eine Insektenart ist nun besonders fleißig, die Waldameise. Sie ist ein grandioser Baumeister, sorgt für Hygiene im Wald und ist ein wichtiges Element im Ökosystem. Unbedachtes menschliches Handeln kann ihr jedoch schnell zum Verhängnis werden.

Die Vernetzung der Hügel bauenden Waldameisen, wie bei uns im „Goddelbusch“, ist in der Tier- und Pflanzenwelt des Waldes mannigfaltig und bewirkt eine Stabilisierung des ökologischen Gleichgewichts im Wald. Mit Waldameisen ist die Lebensgemeinschaft des Waldes wesentlich stabiler als ohne, denn die Waldameisen sind eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele Waldtiere. Sie sind bedeutende Verbreiter von Samen, wirksame Vertilger von Schadinsekten und Förderer des für viele Insekten notwendigen Honigtaus. In ihren Nesthügeln sind Waldameisen Gastgeber für viele Tierarten sowie nicht zuletzt Bodenbildner. Die Waldameisennester in diesem Gebiet sind sehr vital, finden reichlich Nahrung und brauchen (dürfen!) nicht gefüttert werden.

Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich an das Rathaus, Frau Silvia Harsch, Telefon (05624) 99993-17 oder an den Landesverband der Ameisenschutzwarte Hessen e.V. bzw. unter www.Ameisenschutzwarte.de.

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