Spatenstich zum neuen Feuerwehrhaus


Nach zahlreichen Gesprächen und Diskussionen war sich die Verwaltung zusammen mit den Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehren einig. Die Freiwilligen Feuerwehren Niedenstein und Wichdorf verständigten sich auf einen Zusammenschluss der Wehren unter einem neuen Dach. Verschiedene Standorte wurden auf Herz und Nieren geprüft, bis man sich einig darüber war, einen der zentralsten Standorte des Stadtgebietes zu wählen.

Von der Landesstraße 3220 einbiegend in die Goethestraße in Richtung Neubaugebiet Wichdorf, wird am Rande der Streuobstwiese das neue Gebäude entstehen. Der Standort des Gebäudes ist zentral und alle Stadtteile sind schnell erreichbar, so dass die sogenannte Hilfefrist von 10 Minuten an jedem Ort im Stadtgebiet gewährleistet wird.

Dennoch mussten einige Hürden, den Standort betreffend, genommen werden. Da Feuerwehrhäuser keine privilegierten Bauvorhaben im Außenbereich sind, musste erst die Regionalversammlung des Regierungspräsidiums der Errichtung in dieser zentralen Lage zustimmen und eine Abweichung vom Regionalplan genehmigen. Zur Auflage wurde dabei gemacht, eine Ausgleichsfläche von dreifacher Größe in unmittelbarer Nachbarschaft der Baufläche nachzuweisen, um sie der Streuobstwiese zuschlagen zu können.

Um diese Maßgabe zu erfüllen beschlossen die politischen Gremien der Stadt Ankäufe landwirtschaftlicher Flächen durchzuführen, um Möglichkeiten auf Landtausch zu haben.

Nachdem diese Hürden genommen wurden, konnte das Bauprojekt die nächste Stufe erklimmen. Auf der Hessischen Ausschreibungsdatenbank wurde ein Architekt für das Vorhaben ausgeschrieben. Vier Architekten bewarben sich für das Bauvorhaben. Auch die  Architektenauswahl wurde einvernehmlich mit Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr und dem Magistrat der Stadt Niedenstein getroffen.

Mit dem ausgewählten Planungsbüro Roller Architekten aus Kassel wird nun eine Menge Erfahrung gebündelt.

Das neue Feuerwehrhaus sieht sechs Stellplätze für die Fahrzeuge, Räume für Schulungs- und Ausbildungszwecke sowie Aufenthaltsräume für die Einsatz- und Jugendabteilung, Räume für die örtliche Einsatzleitung, eine Werkstatt sowie einen Umkleidebereiche für 75 aktive Feuerwehrmänner und -frauen vor. Ebenfalls wird ein Übungsturm neben dem Gebäude errichtet sowie 40 Plätze für den Nachwuchs der Kinder- und Jugendfeuerwehr.

Zeitgleich zu den Bauplanungen arbeiteten die Kameradinnen und Kameraden an der neu zu gestaltenden Ablauf- und Aufbauorganisation der beiden Einsatzabteilungen Niedenstein und Wichdorf, die voraussichtlich im März 2020, nach zu fassendem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zu einer Einheit verschmelzen könnten.

Parallel zum Spatenstich am Freitag, der in großer feierlicher Runde stattfand, wurden die nächsten Gewerke bereits vergeben bzw. ausgeschrieben. Die Bauplanung sieht vor, bis zum Jahreswechsel 2019/20 den Rohbau zu erstellen und das Gebäude Ende 2020 seiner Bestimmung zu übergeben. Die Investition für den neuen Feuerwehrstandort trägt nach derzeitigen Kostenschätzungen rund 2.7 Mio. €. Das Land Hessen fördert den Neubau mit einem Zuschuss von 390.000 €; eine Kreiszuwendung ist beantragt.

Im Anschluss der Bauarbeiten soll eine großzügige Photovoltaikanlage (PV-Anlage) auf dem Dach der Feuerwehr errichtet werden. Bisher erreicht die Stadt Niedenstein mit den im Stadtgebiet vorhandenen PV-Anlagen der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien allein rund 80 % ihres Stromverbrauches. Mit der dann entstehenden Anlage auf dem Feuerwehrhaus werden die für das Jahr 2050 geforderten Klimaziele der Bunderepublik Deutschland in Niedenstein nahezu bereits 30 Jahre im Voraus erreicht.

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