Stadt Niedenstein (www.niedenstein.de)

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Bedarfsermittlung Breitband in der Stadt Niedenstein

1.    Hintergrund:
Im Rahmen des förderichtlinienkonformen Ausbaus der Breitbandversorgung in der Stadt Niedenstein wurde eine Bedarfsabfrage durchgeführt. Dies liegt darin begründet, dass der Breitbandatlas des BMWi nur allgemeine Informationen über die Versorgung des Stadtgebietes mit Breitband zur Verfügung stellt und diverse Aussagen von Bürgern und Betreibern inkonsistent waren. Hinzu kommt die stetig steigende Anmeldung von Bedarf bei der Stadt Niedenstein von Seiten der Bürger und Gewerbetreibenden.

2.    Ziel der Analyse:
ist der Nachweis des Bedarfes sowie auch der Unterversorgung gem. den Förderrichtlinien des Landes Hessen für die Förderung des Breitbandausbaus. Nebenziel ist die Schaffung von Grundlagen für die Beurteilung von Ausbaumöglichkeiten.

3.    Grundlage der Analyse:
Grundlage der Analyse sind Erhebungen der Stadt Niedenstein mittels einer Fragebogenaktion im November und Dezember 2010. Der verwendete Fragebogen war inhaltsgleich zu dem Fragebogenvorschlag des Förderleitfadens des Landes Hessen und entsprach somit den Förderrichtlinien.

4.    Methode der Analyse:
Es wurde durch die Stadt Niedenstein eine flächendeckende Aufnahme der derzeitigen Bedarfe in den Nutzergruppen privat und gewerblich durchgeführt. Die Ergebnisse werden in dieser Analyse geographisch dargestellt. Aus dieser Aktion erhielt die Stadt Niedenstein 384 Rückläufer mit Schwerpunkt in den schlecht oder unterversorgten Ortsteilen.

Die geographische Darstellung hat sich sowohl für die Darstellung der Verfügbarkeit bewährt als auch in der schnell erfass- und beurteilbaren technischen Gesamtsituation. Darüber hinaus stellt diese Methode die Potenziale für Anbieter im unmittelbaren Zusammenhang mit den Netzausbau-Gegebenheiten dar und bildet so eine wichtige Entscheidungsgrundlage und ist in den weiteren Verfahrens- und Ausbauschritten von großem Vorteil.

Um die Beurteilung des Bedarfes gemäß den Förderrichtlinien zu erleichtern wurden die sehr differenzierten Angaben zur Verfügbarkeit für die geographische Darstellung in 3 Kategorien zusammengefasst:


  1. unterversorgt, hoher Bedarf                  = Versorgung mit bis 768 Kbit/s
  2. versorgt, weiterer Bedarf             = Versorgung mit bis 1,5 Mbit/s
  3. versorgt, kein Bedarf                  = Versorgung mit 2 Mbit/s und höher

    Unberücksichtigt blieb somit der evtl. angemeldete individuelle Bedarf einzelner Bürger oder Firmen von mehr als 2 Mbit/s, da dieser Bedarf nicht im Rahmen der Förderung Berücksichtigung findet.

5.    Ergebnisse der Analyse:
Die Analyse wurde durch die Breitbandberatung Hessen durchgeführt. Auf Förderichtlinienkonformen Bedarf wurden alle Ortsteile geprüft und im ersten Schritt alle Ortsteile ausgeschieden, die keinen unmittelbar nachweisbaren Bedarf haben, obwohl die Verfügbarkeitsanalyse eine Unterversorgung ausweist.
Die bis zum 15.03.2011 vorliegenden Versorgungsinformationen zu LTE wurden analysiert und wo relevant für die Förderfähigkeit berücksichtigt.
Nach Erhebung und Darstellung der Daten ergibt sich folgendes Ergebnis:

5.1.       Niedenstein-Ermetheis
In Ermetheis wurden 43 Rückläufer ausgewertet. Dies entspricht einer Quote von 8,35%. Die folgende Tabelle ist eine Zusammenfassung der Originaltabelle zur Auswertung der Fragebögen.

Teilort
Rückläufer:
EW
Haushalte
unterversorgt
% Bedarf
Ermetheis
43
628
262
39
14,90%

Anbieterwechsel_ja
Anbieterwechsel_nein
privat
geschäftlich
beides
35
4
31
1
10


Aus der Anzahl der Haushalte und der Zahl der Bedarfsmeldungen die unter der Fördergrenze liegen ergibt sich folgender Bedarfs-Prozentsatz:
Bedarf = 14,90%
Die Förderrichtlinie besagt, dass entweder mindestens 10 Haushalte oder mindestens 5% der Haushalte Bedarf angemeldet haben müssen.

Aus der Bedarfsermittlung ergibt sich eindeutig, dass der Bedarf im Stadtteil Ermetheis mit 14,90% der Haushalte den Bedingungen der Förderrichtlinien genügt.

5.2.       Niedenstein-Kirchberg
In Kirchberg wurden 70 Rückläufer ausgewertet. Dies entspricht einer Quote von 20,54%. Die folgende Tabelle ist eine Zusammenfassung der Originaltabelle zur Auswertung der Fragebögen.

Teilort
Rückläufer:
EW
Haushalte
unterversorgt
% Bedarf
Kirchberg
70
818
341
56
16,43%

Anbieterwechsel_ja
Anbieterwechsel_nein
privat
geschäftlich
beides
57
4
44
2
23


Aus der Anzahl der Haushalte und der Zahl der Bedarfsmeldungen die unter der Fördergrenze liegen ergibt sich folgender Bedarfs-Prozentsatz:
Bedarf = 16,43%
Die Förderrichtlinie besagt, dass entweder mindestens 10 Haushalte oder mindestens 5% der Haushalte Bedarf angemeldet haben müssen.

Aus der Bedarfsermittlung ergibt sich eindeutig, dass der Bedarf im Stadtteil Kirchberg mit 16,43% der Haushalte den Bedingungen der Förderrichtlinien genügt.

5.3.       Niedenstein-Metze
In Metze wurden 68 Rückläufer ausgewertet. Dies entspricht einer Quote von 18,11%. Die folgende Tabelle ist eine Zusammenfassung der Originaltabelle zur Auswertung der Fragebögen.

Teilort
Rückläufer:
EW
Haushalte
unterversorgt
% Bedarf
Metze
68
901
375
61
16,25%

Anbieterwechsel_ja
Anbieterwechsel_nein
privat
geschäftlich
beides
59
7
57
2
9


Aus der Anzahl der Haushalte und der Zahl der Bedarfsmeldungen die unter der Fördergrenze liegen ergibt sich folgender Bedarfs-Prozentsatz:
Bedarf = 16,25%
Die Förderrichtlinie besagt, dass entweder mindestens 10 Haushalte oder mindestens 5% der Haushalte Bedarf angemeldet haben müssen.
Aus der Bedarfsermittlung ergibt sich eindeutig, dass der Bedarf im Stadtteil Metze mit 16,25% der Haushalte den Bedingungen der Förderrichtlinien genügt.

5.4.       Niedenstein
In Niedenstein wurden 133 Rückläufer ausgewertet. Dies entspricht einer Quote von 15,71%. Die folgende Tabelle ist eine Zusammenfassung der Originaltabelle zur Auswertung der Fragebögen.

Teilort
Rückläufer:
EW
Haushalte
unterversorgt
% Bedarf
Niedenstein
133
2.032
847
66
7,80%

Anbieterwechsel_ja
Anbieterwechsel_nein
privat
geschäftlich
beides
102
20
95
2
31


Aus der Anzahl der Haushalte und der Zahl der Bedarfsmeldungen die unter der Fördergrenze liegen ergibt sich folgender Bedarfs-Prozentsatz:
Bedarf = 7,80%
Die Förderrichtlinie besagt, dass entweder mindestens 10 Haushalte oder mindestens 5% der Haushalte Bedarf angemeldet haben müssen.

Aus der Bedarfsermittlung ergibt sich eindeutig, dass der Bedarf im Stadtteil Niedenstein mit 7,80% der Haushalte den Bedingungen der Förderrichtlinien genügt.

6.    Ergebnis der Analyse:
Aus den ermittelten Werten ergibt sich ein zu den Förderrichtlinien konformer Bedarf, der die Förderung des Breitbandausbaus aus den GAK-/GRW-Mitteln zulässt. Förderfähig sind nach der Bedarfsermittlung somit folgende Stadtteile der Stadt Niedenstein, auch unter Berücksichtigung der LTE-Versorgung:

Ermetheis, Metze und Niedenstein

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