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Zahlen & Fakten

Zu der Stadt Niedenstein zählen die Stadtteile Niedenstein, Ermetheis, Metze, Kirchberg und Wichdorf. In ihren Charakteren kaum unterschiedlicher, liegen die fünf Orte am südlichen Rand des Naturparks Habichtswald. Mit rund 5.900 Einwohnern gehört Niedenstein zu den kleinsten Städten Hessens. Mit der Nähe zu Kassel, Baunatal mit dem VW-Werk, dem Edersee und der Fachwerkstadt Fritzlar, bietet Niedenstein eine interessante Wohnortlage in der Mitte Deutschlands. Auch touristisch bietet Niedenstein mit der anschließenden Mittelgebirgslandschaft vielfältige Ausflugsziele und Erlebnismöglichkeiten in verschiedenen Naturräumen. Die kleine Stadt im Grünen gehört zum Schwalm-Eder-Kreis. Durch das stark landwirtschaftlich geprägte Gebiet ist Niedenstein als Wohnstadt zu bezeichnen.

 

 

Niedenstein

1254 wurde die Burg Niedenstein erstmalig als 

Niedenstein bei Nachtmilitärischer Stützpunkt, die zum Schutz des althessischen Kernlandes angelegt wurde, urkundlich erwähnt. Da die Burg älter ist als die Stadt, können wir davon ausgehen, dass sich der Stadtname „Niedenstein“ aus dem Burgnamen ergeben hat. Niedenstein als Burgname ist ein Trutzname und ist aus "Nitstein" abzuleiten. Der Trutzname (=Neidstein), der Fels von dem aus man das Unternehmen eines anderen neidet und daher zu hindern trachtet, ist gut gewählt. Er belegt die politische, militärische Entstehung der Stadt, die eindeutig dazu diente, das Ausdehnungsbestreben der politischen Gegner zu verhindern. An dem Ort, wo einst die Burg stand ragt nun heute das Wahrzeichen der Stadt hervor, der Hessenturm.

Seit 1982 ist Niedenstein anerkannter Luftkurort und bietet seinen Einwohnern und Gästen Ruhe und Entspannung in grüner Umgebung. Kindergärten, Grundschule und Einkaufsmärkte sind zentral zu erreichen. Niedenstein liegt am Hang des Niedensteiner Kopfes.

 

 

ErmetheisKirchberg Ermetheis

Der Stadtteil Ermetheis liegt mitten im Grünen, umschlossen von Bergen und Basaltkuppen aber mit einer atemberaubenden Sicht in die anschließende Tallandschaft. Ermetheis ist der kleinste Stadtteil und wurde erstmals 1344 urkundlich erwähnt. Damit ist er auch der jüngste der fünf Stadtteile. Die engen Gassen schlängeln sich noch heute bergaufwärts in den Wald der Langenberge, der dem Ort eine ganz besondere Idylle verleiht und den Charme eines kleinen „Bergdorfes“ erweckt.

 

 

Metze

Der Stadtteil Metze ist der älteste von fünf 

Pfaarhaus MetzeStadtteilen. Urkundlich wurde der Ort erstmals im Jahr 817 erwähnt. Jedoch belegen Funde, dass die Siedlungskultur um den Ort herum weit älter und bis zurück zur Zeit der Besiedlung durch die Chatten (germanischer Volksstamm) zu führen ist. Bekanntheit erlangte der Ort wohl durch eine besondere Streitfrage, denn einige Zeit fragte man sich, ob es sich bei dem Stadtteil Metze wohl um das von Tacitus (einem römischen Autor) erwähnte Mattium handele. Ein Ort, den die Römer bei ihren Eroberungsmärschen mit Schrecken und Widerständen in Verbindung gebracht haben. Diese Vermutung konnte aber nicht nachgewiesen werden und ist heute sogar fast auszuschließen. In dem landwirtschaftlich geprägten Ort leben heute rund 900 Einwohner.

 

 

Bergtor Kichberg

Kirchberg

Der Stadtteil Kirchberg hat in Deutschland 

mindestens 35 Namensvetter und in den angrenzenden (deutschsprachigen) Ländern sogar noch weitere 42. Kirchberg bei Niedenstein ist eng verbunden mit der Wartbergkultur (oder Wartberggruppe): Funde aus einer bis dahin unbekannten Kulturgruppe der Jungsteinzeit (3500 bis 2500 v.Chr.). 1017 wurde der Ort erstmalig in den Corveyer Jahrbüchern urkundlich erwähnt.In diesem Zusammenhang wurde der Mönch Heimerad nach dem Verdacht eines Kirchenraubes von den Bauern aus Kirchberg verjagt. Noch heute säumen sich entlang der Hauptstraßen alte Fachwerkhöfe, über denen der alte Gutshof des damaligen Adelsgeschlechts der von Hunde liegt. Kirchberg besticht durch seine fast romantische Atmosphäre und verfügt über ein noch funktionierendes Backhaus, das zu bestimmten Anlässen auch angefeuert wird.

 

 

Wichdorf

957 wurde Wichdorf erstmalig urkundlich als Uuihdorpf erwähnt. Das Dorf wird von zwei Bächen, der Wiehoff und dem Goldbach, welcher unweit der Dorfmitte in die Wiehoff mündet, durchflossen. Der alte Ortskern wird durch die Burg und die Kirche dominiert. Die Burg wurde im 12./13. Jahrhundert erbaut und im 17. Jahrhundert umgebaut. Die heutige Kirche wurde von 1751 bis 1754 erbaut und 1907 erweitert und umgestaltet. Am 31. Dezember 1971 wurde Wichdorf im Zuge der Gebietsreform in die Stadt Niedenstein eingegliedert. Im Jahr 2007 feierte die Dorfgemeinschaft eine vielbeachtete 1050-Jahrfeier. Seit dieser Zeit befindet sich im Obergeschoss des Bürgerhauses das „Wichdorfer Heimatmuseum“. Wichdorf hat ein reges Vereinsleben zu bieten.